Offen
Ich glaube das Problem liegt nicht an meiner Einstellung, sondern an eurem Glauben, dass ich ein offenes Buch bin.
Das bin ich nicht. Ich sage nicht immer was ich denke und ich erzähle nicht alles was mich bewegt. Ich überlege wem ich was anvertrauen kann. Vielleicht stimmt es, dass ich offener bin als andere. Oder man könnte es auch so ausdrücken, dass ich nicht alles in meinem Leben zu einem Geheimnis mache. Aber die wichtigen Dinge schon. Die gehören dann mir. Teils weil ich nicht sicher bin, ob ich überhaupt wissen will was andere dazu sagen und teils weil es Dinge sind mit denen ich alleine klarkommen muss. Das war schon immer so. Und früher ganz besonders. Diese Dinge gehen einfach niemanden etwas an.
Aber wenn ihr dann zu mir kommt und mir irgendwas davon erzählt, dass ihr mich doch ach so gut kennt, dann muss ich die Lippen zusammenpressen und mir vorsagen, dass Gewalt keine Lösung ist und, dass ihr definitiv keine Menschen seid, denen ich mich anvertrauen werde.
April 16, 2008 um 8:40
Das ist auch richtig so – jeder muss Geheimnisse haben…das ist ganz natürlich. Wäre auch schlimm, wenn es nicht so wäre.
Was die Meldung mit dem „offenen Buch“ betrifft – sowas sollte man einfach ignorieren.
Ich hab schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass alle anderen entweder zu kleinkariert, konservativ oder verkrampft sind…
Lass sie doch denken was sie wollen – und fühl dich keineswegs dazu gezwungen solchen Leuten überhaupt irgendwas erklären zu müssen.