Meine Stimme zittert nicht mehr, wenn du anrufst. Ich kann in den Stunden sitzen ohne deinen Namen auf jedes meiner Schulbücher zu kritzeln und ich kann dir ins Gesicht sehen ohne an Silvester und deine Lippen an meinen zu denken. Und großartiger Weise finde ich das mehr als nur angenehm. Und ich schließe mich C. an und singe ‘Männer sind Schweine’ mit kleiner Textveränderung, einfach weil es Spaß macht sich über dich aufzuregen.
Und umso lustiger finde ich es, dass du mich nachwievor ansprichst und anschreibst und anrufst. Wobei lustig wohl das falsche Wort ist. Ich finde es schön. Weil meine Furcht, dass ich dir egal bin offenbar unbegründet war. Und auch wenn ich nicht mehr jede Pause bei euch oben bin, redest du trotzdem normal mit mir und fragst mich trotzdem warum ich am Sonntag denn nicht mitgekommen bin. Und wir können über so viel reden. Über deine Probleme und meine. Und über dein Schicksal und meins. Und über deine schlechten Eigenschaften (nicht über meine – weil du ja meinst, dass ich keine schlechten Eigenschaften hab)
Und JA. Es tut gut, zu wissen dass du nicht mein Gerry bist. Weil noch will ich den Traum von dem Prinzen auf dem weißen Pferd nicht aufgeben. Weil – omg – du trägst nunmal keine silberne schillernde Rüstung und ich weiß, dass ich danach garnicht suchen muss.
So. Und jetzt geh ich schlafen. Denn die Zeit in der ich Stunden vor dem PC ausgeharrt habe nur um mit dir zwei Minuten zu chatten sind vorbei. Und die Tage an denen ich mich mit meinen Eltern wegen dir streite auch.
See your tomorrow, Mr. ‘Kann-passieren’.

